Februar 12

Mir geht gerade ein Lied aus einem meiner Kindheitslieblingsfilme im Kopf herum, da singen sie „Ziel in Sicht“. Und irgendwie stimmt das bei mir auch. Hämmere derzeit überaus motiviert die letzten Kapitel in den Computer. Plötzlich ging das so rasend schnell, der Showdown ist vorbei. Und zigtausend Fragen sind noch offen. Das „wie geht es jetzt weiter“ beschäftigt nicht nur meine Protas, sondern auch mich. Irgendwie fühlt es sich nicht an, als steuere ich auf einen Schlusspunkt zu, sondern auf das Ende des Flusses… an dem plötzlich das unendlich weite Meer liegt.

Zu deutsch: Ich habe schon jetzt Gedanken, Ideen, Szenen für die Fortsetzung im Kopf und wann immer es geht, auch als Notiz im PC. Aber eigentlich war der Plan doch anders. Sollte ich je ans Ende kommen, würde ich die Geschichte erstmal ruhen lassen. Abstand gewinnen. Meinem Kinderbibliotheksprojekt widmen und dann nach ein paar Monaten wieder meine Dystopie zur Hand nehmen zum großen Überarbeitungsterror. Und jetzt kribbelt es mir in den Fingern und auch in den Gedankenverdrehungen diesen gefühlten Anfang nicht einfach so hinzuschnörkeln und die Feder zufrieden hinter mich zu schmeißen. Wieder wühlt sich so eine Aufbruchsstimmung in mir hoch, will mich mitreißen und ich will euphorisch „hurra“ schreien.

Bin mir gerade absolut unsicher, was das Richtige, Sinnvollste, Gottgewollte ist. Zumal ich vom Hänssler Verlag bezüglich des ersten Seminartermins noch nichts gehört habe und da auch keinen Zielpunkt vorweisen kann. Langsam misstraue ich meinem E-Mail-Fach aber wirklich. *grml*

Aber bevor ich mich in Grübeleien stürze, heißt es erstmal fertig werden. Vielleicht überkommt mich die übernatürliche Klarheit beim letzten Satz ja plötzlich, genau wie meine Prota, die gerade eine einzigartige Erkenntnis gehabt hat… warum treffen die blödesten, nervigsten Sprüche eigentlich immer zu? Ich sage nur: Kommt Zeit, kommt Rat.
(Obwohl ich ja schon mal geklärt hatte, dass Zeit nicht läuft und daher auch nicht kommen kann!)

Mfg aus meiner Gedankenecke des kreativen Verwirrtseins