Offene Fragen

Januar 14

Entweder es ist normal, dass sich gegen Ende eines Jahres wichtige Fragen über noch wichtigere Entscheidungen im Leben häufen und man gleich für den Anfang des nächsten Jahres alle antworten will, oder… dieses neue Jahr hält für mich und geliebten Anhang viel… viel bereit.
Nur leider habe ich es versäumt unnachgiebig nachzuhaken und stehe jetzt, da das neue Jahr längst nicht mehr ganz so funkelnagelneu ist, immer noch mit einem gigantischen Haufen Fragen da, der mich mindestens zehn Meter überragt. Okay, könnte auch damit zusammenhängen, dass ich mich mäuseklein fühle, im Angesicht der beängstigenden Tragweite, die die Fragen und Entscheidungen habe, aber das macht es kaum weniger beängstigend.
Als ich noch dachte, ich würde ja kaum in den nächsten fünf Jahren überhaupt ein Manuskript fertig schreiben, war’s noch einfacher. Da waren es ich und ein weißes Blatt Bildschirmpapier und eine Tastatur, aus der Staub und Katzenhaare rieselten, wenn ich sie umdrehte. Tja und jetzt sind es Leser und Verlage, Mails und Briefe und viel zu viel Zeit des Wartens um sich nicht das Hirn aus dem Kopf zu… na ja… hirnen.
Falls also jemand einen Geheimtipp bezüglich „Warten und Zukunft auf sich zukommen lassen, währenddessen Gegenwart genießen“ hat, dann immer her damit. Habe nämlich gerade das gleiche blöde Gefühl wie meine Prota, die seit über einem Monat im Dunkeln hockt und einen schlafenden Typ beobachtet, während sie statt Gottes Reden nur das Echo ihrer eigenen Gedanken hört.

In diesem Sinne… immer noch erwartungsvoll aber mal wieder mit eigener Ungeduld konfrontiert: „Hallo, ich brauche dich!

Wisst ihr was…

Dezember 12

Ich weiß g’rad gar nix mehr!

Kopfchaos

März 5

Da sitz ich nun. Auf dem trockenen. Als würde alle Kreativität und jegliche Begeisterung langsam aus mir raussickern. Das was vorher durch die Finger in die Tastatur geflossen ist tröpfelt jetzt einfach zu Boden und versickert. *schnief*
Übertrieben? Ja, das kann ich 😀 Aber dennoch veranschaulicht dieser Akt des Dramatisierens meinen derzeitigen Zustand des Nichtstuns, bei dem sich Hirn, Seele und Geist viel zu schnell wieder ans Nichtschreiben gewöhnen, so dass in Kürze das Aufraffen zum Schreiben oder Korrigieren wieder eine immense Tortur darstellen könnte. Das Problem dabei ist, dass ich nicht recht weiß, was ich tun kann. Fürs Korrigieren brauch ich noch ein bisschen Abstand, um mich erneut in mein Kinderbuchbüchereiprojekt zu stürzen fehlt mir… ähm… auch irgendwas. Okay, ich gebs ja zu, ich bin unmotiviert. Motiviert irgendwas zu tun und völlig unmotiviert, sobald es Konkreter wird. Ist das einleuchtend? Ja schon gut, wann war ein Blick in meine Gehirnwindungen ohne vorherige Korrektur schon mal einleuchtend für Außenstehende. Deshalb denkt man ja, bevor man redet. Meistens. Manche.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Ich weiß net was ich machen soll. Nix machen geht so einfach, sit aber auf Dauer sehr doof. Diese Erkenntnis wird mich jedoch nicht weiterbringen.
Lösung: Beten wie ne Wilde… nein eigentlich still werden und fragen was dran ist.
Aber still werden ist da nun mal mehr als „Klappe halten“ und besonders schwierig, wenn das Leben um einen herum aufgewühlt wird, wie ein Haufen gepeitschter Wellen. So sitze ich also in tiefster Antriebslosigkeit inmitten eines Sturmes und werde hin und her geworfen. Versuche die Augen geschlossen zu halten und die Schneeflockenstimme Gottes herauszuhören.
Hallo?

Was nun?

Februar 18

Die Frage klärt sich langsam auf. Mein Hirn ist gerade richtiggehend vollgestopft mit „wie wird es weiter gehen“. Ich betreibe also gerade wieder mal Extrem-Plotting 😉 Und wenns das Wort nicht gibt, hab ich es eben gerade erfunden. Ich skizziere, auf Deutsch, die Handlung für Teil 2. Habe aber entschieden, dass ich, selbst wenn das gleich durchweg bis zum bitteren Ende klappen sollte, nicht sofort anfangen werde zu schreiben. Zuerst möchte ich doch Teil 1 ordentlich einmal durcharbeiten und korrigieren, bevor weitergeschrieben wird.

Dennoch bin ich total fasziniert, was für Abgründe sich gerade für meine Protas auftun und das gruselige: Ich weiß gerade selbst nicht, wohin es führt und worin es endet. Mein derzeitiges Motto deshalb gerade: Alles was in den Kopf kommt sofort rausschreiben, sonst platzt die Birne noch 🙂

Danke an die Gratulanten und Mitfieberer, die Mitfreuer und Sofort-Lesen-Woller 🙂
Ich führe schon ne Liste von Menschen, die es Probe lesen dürfen. Logikleser, Rechtschreibleser, Zielpublikumsleser, Geschlechtstestleser, Themen-garnicht-mag-Leser und viele mehr! Danke euch allen, die ihr meinem freaklyrischen Wesen mit so viel Verständnis und Toleranz begegnet.

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