Wirklichkeit

Juli 31

Ich kenne den Krieg nicht persönlich, bin ihm nie begegnet. Deshalb weiß ich nicht, was er mit Menschen macht, die ihm begegnen. Aber was ich weiß, ist, welche Macht er über Menschen hat, die nur von Ferne von ihm hören, denn ich sehe es gerade jetzt. Die Macht, das an die Oberfläche zu bringen, was wir in unseren Herzen wirklich sind, womit unsere Seelen erfüllt sind. Sei es Wut, Hilflosigkeit, Tatenmut, Hass, Trauer, Schmerz oder Mitgefühl.
Und dieser Tage bin ich zutiefst beunruhigt und in Sorge darüber, wie viele Herzen in diesem Land bereitwillig und begierig hassen. Wo doch Hass das ist, was den Krieg gebiert. Früher und heute und morgen wieder. Weit weit weg und direkt vor unserer Haustür.
Was ist in deinem Herz, um den Hass zu bekämpfen?

Rezension zu „Für immer die Seele“ von Cynthia J. Omololu

März 24

ImmerdieSeeleAls die 16-jährige Cole den Londoner Tower besichtigt, wird sie von einer unglaublich realistischen Vision heimgesucht: Sie erlebt eine Jahrhunderte zurückliegende Enthauptung! Und dieses Erlebnis bleibt kein Einzelfall. Wohin Cole auch geht, was sie auch berührt, seit Kurzem fühlt sie sich ständig in andere Zeiten und an fremde Orte versetzt. Wird sie vielleicht verrückt? Nur einer scheint sie zu verstehen: der Amerikaner Griffon, den sie in London kennenlernt. Doch Stück für Stück entdeckt Cole, welch dunkles Geheimnis sie und Griffon verbindet. Kann sie dem Jungen, den sie liebt, wirklich vertrauen?

Ich mag kein Rosa, aber dieses Cover habe ich geliebt. Verträumt, zauberhaft. Wunderschön. Und auch die Titelwahl finde ich sehr stimmig. Das sind die Dinge, für die es den zweiten Stern gibt. Ansonsten, ärgere ich mich nämlich richtig über das Buch. Dafür gibt es viele Gründe. Die fangen bei Winzigkeiten wie der konstruiert cool wirkenden Spitznamenwahl „Cole“ für Nicole und „Kat“ für Katharina an und gehen bis zu einer seicht dahinplätschernden und dazu noch leicht vorhersehbaren Handlung.

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Rezension – „Waterfall“ von Lisa T. Bergren

Oktober 16

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Am Anfang geht alles ganz schnell.
Gabriella (Gabi) und ihre Schwester Evangelina (Lia) begleiten ihre Mutter, eine Archäologin, zu einer etruskischen Ausgrabungsstätte in Italien. Nicht freiwillig und nicht aus Spaß, im Gegenteil. Gabi, aus deren Sicht in der Ich-Person erzählt wird, treiben Langeweile und Trotz so weit, dass sie unerlaubt ein altes Etruskergrab betritt. Und als sie und ihre Schwester einige merkwürdige Abdrücke an der Wand berühren, werden sie in einen Zeitstrudel gesaugt. Gabi findet sich im 14ten Jahrhundert wieder. Allein. Mitten in einer Schlacht zwischen zwei verfeindeten Familien und in einem drohenden Konflikt der Städte Siena und Firenze (Florenz). Und obwohl der Adelssohn Marcello in ihr Schmetterlingsgefühle weckt, gibt es für sie nur ein Ziel: Sie muss ihre Schwester wieder finden und zurückkehren.

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