Lieber früh als spät

November 7

Da hat man kaum 6 Kapitel geschrieben und macht mal ne Pause, da taucht plötzlich die Erkenntnis im Hirn auf, dass ein ganz großer Teil des Geschriebenen ziemlich großer Humbug ist und nicht an diese Stelle gehört. Hat sich beim Schreiben schon so unpassend angefühlt und sich nur widerwillig in die Geschichte eingefügt. Dank Stille und Ruhe in Herz und Hirn durfte ich die Warnung noch hören, bevor es fünf Kapitel weiter, vermutlich noch viel schlimmer geworden wäre.

So hab ich meine heutige Schreibzeit also mit strg+c und strg+v verbracht. Mit der Eingabe- und Löschtaste. Textabschnitte löschen, kopieren, ergänzen, verschieben, umdrehen. Und hurra… jetzt passt es wieder. Insgesamt hab ich zwei Seiten Text verloren, aber sehr viel mehr Sicherheit in das was da steht gewonnen.

Danach war nur keine Luft mehr für den kreativen „wie geht’s jetzt eigentlich weiter“-Prozess und Dramastimmung, die den jetzt anbrechenden Ereignissen gerecht würde, wollte auch nicht mehr aufkommen. Was macht man stattdessen? Ja klaro… man putzt *arghl* Immerhin leistet mir Captain Picard beim Kloschrubben Gesellschaft 😀

Gar nicht so leicht…

August 31

Das ist natürlich die Untertreibung des Tages. Es ist bombig schwer einer offenen, ehrlichen, nichts desto trotz schonungslosen Kritik eine Antwort zu schreiben. Aber das ist leichter, als zu dem Punkt zu kommen, die Antwort überhaupt schreiben zu können, ohne Minderwertigkeitsanfälle zu bekommen. (oder Heulkrämpfe? Okay, das war zu dick aufgetragen, ich hatte keine Krämpfe!!!) ;)Nach einigen Wochen der Verdauung und Zwiesprache mit dem Herrn Himmelspapa, nach Grübeleien und Fragen, nach Gefühlswirrwarr und wachsendem Frieden… äh fühlt sich so ne Kritik immer noch an wie ein Backstein, der mit überdimensionalen Tackernadeln in dein Herz getackert wurde, aber… es ist auch Sicherheit da. Frieden. Manches muss man ändern. Nicht perfekt. Muss aber auch nicht. Und manches muss man (okay, nicht man: ICH) auch lassen. So wie es ist. Manches ist so wie es sein sollte. Und wenn das jetzt doch nicht stimmt, dann hoffe ich, dass der kreative Berater und letzte Entscheidungsinstanz meines Schaffens (auch bekannt als Heiliger Geist) bald die Notbremste zieht und sagt: „Äh… warte mal, da haste was falsch verstanden)

Danke Gott fürs Durchstehen. Danke fürs Aushalten. Danke fürs an-der-Hand-halten. Danke, dass du Chaos mit Stille tauschst.

Abgeschlossen

Juni 6

Phase 2, erste Korrektur des ersten Entwurfes melde ich hiermit als abgeschlossen *herumhupf* Eigentlich schon gestern um 23:30 Uhr, nur war mir da im Bett mit dem Lappi auf den Knien ein Freudentanz nicht möglich, zumal der Herr geliebter Gatte schon im Reich der Träume weilte.

Okay okay, ich gebs zu, diese eine böse Szene hängt mir immer noch nach und harrt ihrer kompletten Löschung und Neuschöpfung, aber das wird umgehend in Angriff genommen.  Und danach… danach… äh… danach gehen mir langsam die Ausreden aus, den Roman meinen schon lange gemeldeten Testlesern zur Verfügung zu stellen. Hm… strategisch gesehen hätte ich also diesen Beitrag nicht posten sollen. 😉

Dessen ungeachtet werde ich jetzt einen Herzsprungfreudenhüpftanz aufführen und den Sonnentag genießen! Jaaaahuuuuuu *gollumartig herumhüpf auch ohne Ring und Schicksalsberg*

Ach ja… bevor ich verschwinde, an alle mit heißem Draht zum himmlischen Papa: Wenn ihr kurz eine halbe Minute Zeit habt: Betet für mich und meine Gesundheit. Seit es voran geht und so was wie ein Ziel in Sicht ist, war ich zweimal stark erkältet und plage mich jetzt mit ominösen, grundlosen Hals-, Kiefer-, und Zahnschmerzen rum… Dankeschön! *flitz*

Wie oft kann man einen Satz korrigieren?

Mai 23

Viele, viele Male. Anlässlich des Nachwuchsautorenseminars, das dieses Wochenende stattfindet, sollten alle Teilnehmer eine Stelle ihres Textes zum Vorlesen raussuchen. Ich hab eine schöne Passage rausgesucht (danke Herr himml. Papa), die ich eigentlich schon durchgesehen hatte. Na ja, das Ende vom Lied… noch zwei Mal hab ich das Ganze ausgedruckt und überarbeitet, bevor ich das Gefühl hatte, jetzt ist es flüssig, gut, so wie ich es will.

Mal ehrlich, wenn das im Umkehrschluss heißt, dass ich die ganzen 200 Wordseiten noch mal so intensiv bearbeiten, am besten laut vorlesen muss, dann… äh… ja dauert das noch nen Moment, bis ich ein fettes „Fertig“ in den Raum kreischen kann. Kreischen geht aber derzeit eh nicht. Hals putt, *röchel* *hust* ist angesagt. Bin mir noch nicht sicher, wie das mit dem Vortragen mit einer Stimme wie ne rostige Gieskanne überhaupt klappen soll. Aber wir haben ja einen heilenden Gott. *bet*

Achso… um mal noch einen Fakt rauszulassen… die erste Korrekturrunde ist jetzt im letzten Viertel, genauer gesagt auf Seite 177 und ich hatte schon euphorische Gefühle. Allerdings ist eh rausgekommen, dass einige Szenen noch mal komplett verwurstet und neu gestaltet werden müssen… Funktioniert einfach nicht so, wie gewollt.

Dafür schwirrt von einem PC-Spiel-Trailer inspiriert, den ich vor über zehn Jahren gesehen habe, ein neues Projekt in meinem Hirn und notiztechnisch auf der Festplatte herum. Mal sehen was noch draus wird…

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