Fliegen oder Fallen.

Juni 12

Gerade schwerwiegende Mail losgeschickt. Weiß, dass das richtig war. Unsicherheit versucht mich vom Gegenteil zu überzeugen. Aber ich weiß es besser. Leider? Fühlt sich teilweise so an. Aber das ist vertrauen lernen. Loslassen lernen. Eigene Ideen, Pläne. Zugunsten von jemand von dem man wissen sollte, dass er es besser weiß, besser macht als das eigene Hirn sich vorstellen kann. Oh man, wie sehr hänge ich doch an der Illusion besser zu wissen… und daran, dass es niemand mit mir besser meinen könnte als ich selbst.
Aber es hilft nichts. Entweder von der Klippe springen, alles auf eine Karte setzen, oder umdrehen, weggehen und nicht mehr daran denken. Aber niemals mehr am Rand der Klippe stehen und stehen und stehen und warten… und zögern… und Zeit wie einen schmutzigen Fluss an mir vorbeidümpeln lassen.
Aber weggehen ist letztlich nicht besser als zu springen und zu fallen…
Aber was wenn der Adler mich doch fängt und wir fliegen?

Fragen und Antworten

Mai 12

Und jetzt ratet mal, von was es mehr gibt. Haha… Es liegen hinter mir: Das dritte Nachwuchsautorenseminar vom SCM Verlag und ein weiteres Netzwerktreffen vom UfC mit Stefan Driess. Gefühlt habe ich tausend Meinungen und Ratschläge gehört (die auch gewollt waren), mindestens doppelt so viele Argumente gesammelt und ca. hundert Mal innerlich einen Entschluss gefasst, der dann meist von nur einem Satz wieder zertrümmert wurde.
Man könnte ja jetzt denken, ich wäre wankelmütig, dabei weiß ich eigentlich genau was ich will. Aber was ich will, was Gott will, was möglich ist, was unmöglich ist, dass es das nicht gibt, was logisch ist, was rational ist, was Glauben ist… das sind noch mal sehr unterschiedliche Dinge. Nach viel unsicherem Gedankenherumfallen ist aber eines jetzt klar:
Ich lass mich von keinem Mensch mehr verrückt machen, oder verunsichern. Ich höre mir jede Meinung an, bin für jeden Gedanken dankbar, der meine begrenzte Grübelkapazität bereichert hat. Aber ganz zum Schluss, das weiß ich jetzt, wird die Entscheidung, egal welche es ist, nicht jedem gefallen. Noch weniger werden sie vermutlich verstehen. Aber das müssen sie auch nicht. Gott und ich. Wir zwei Hübschen müssen nur wissen, dass es richtig ist. Hab dich lieb, Papa 🙂
Es bleibt spannend, aufwühlend, nervenaufreibend… hurra. Wenn euch langweilig ist, versucht mal mit Gott zu leben, da gibt’s das nimmer 😀

Türen einrennen mal andersrum

März 14

Anfang des Monats hatte ich ja eher das Gefühl in einem Raum ohne Türen zu stehen, jetzt sieht’s eher so aus, als würden offene Türen auf mich einrennen. Na ja, wenn man sich rennende Türen vorstellen kann jedenfalls. Sie sind hinter mir her. Sie verwirren mich. Eine langsam anwachsende Schlange an Möglichkeiten, die ich gerne eine nach dem anderen prüfen und abhaken würde. Aber so funktioniert es nicht. Hier eine Frist, da ein Termin, dort wieder Warten. Deshalb habe ich jetzt mal die mürrische (haha) Taktik geändert und darauf gehört, was der Chef sagte: „Ich bin immer bei dir.“
Was für mich gerade beudeutet: Egal welchen Schritt du gehst, er ist da und wird mir rechtzeitig zeigen, was das Richtige ist. Hauptsache ich werfe schon mal meine imaginäre Angelrute in verschiedene Richtungen aus, werfe also Blicke durch die offenen Türen. Welche wird offen bleiben? Durch welche werde ich wohl tatsächlich durchgehen können? Oooooooh Herzrasenhüpfschüttelspannung!

Offene Fragen

Januar 14

Entweder es ist normal, dass sich gegen Ende eines Jahres wichtige Fragen über noch wichtigere Entscheidungen im Leben häufen und man gleich für den Anfang des nächsten Jahres alle antworten will, oder… dieses neue Jahr hält für mich und geliebten Anhang viel… viel bereit.
Nur leider habe ich es versäumt unnachgiebig nachzuhaken und stehe jetzt, da das neue Jahr längst nicht mehr ganz so funkelnagelneu ist, immer noch mit einem gigantischen Haufen Fragen da, der mich mindestens zehn Meter überragt. Okay, könnte auch damit zusammenhängen, dass ich mich mäuseklein fühle, im Angesicht der beängstigenden Tragweite, die die Fragen und Entscheidungen habe, aber das macht es kaum weniger beängstigend.
Als ich noch dachte, ich würde ja kaum in den nächsten fünf Jahren überhaupt ein Manuskript fertig schreiben, war’s noch einfacher. Da waren es ich und ein weißes Blatt Bildschirmpapier und eine Tastatur, aus der Staub und Katzenhaare rieselten, wenn ich sie umdrehte. Tja und jetzt sind es Leser und Verlage, Mails und Briefe und viel zu viel Zeit des Wartens um sich nicht das Hirn aus dem Kopf zu… na ja… hirnen.
Falls also jemand einen Geheimtipp bezüglich „Warten und Zukunft auf sich zukommen lassen, währenddessen Gegenwart genießen“ hat, dann immer her damit. Habe nämlich gerade das gleiche blöde Gefühl wie meine Prota, die seit über einem Monat im Dunkeln hockt und einen schlafenden Typ beobachtet, während sie statt Gottes Reden nur das Echo ihrer eigenen Gedanken hört.

In diesem Sinne… immer noch erwartungsvoll aber mal wieder mit eigener Ungeduld konfrontiert: „Hallo, ich brauche dich!

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