August 10

Sehr witzig was mit mir schreiberisch gerade hier abgeht. Vor langer langer Zeit, nämlich Ende 2007, habe ich im damaligen Lesefieber von Star Wars Büchern eine Star Wars Geschichte angefangen. Nichts allzu Umfangreiches, aber auch keine Kurzgeschichte. Gewidmet war sie meinem liebsten Star Wars Charakter aus dem „Erweiterten Universum“ (sprich: Alles außerhalb der Filme, also Bücher, Comics usw.). Xanatos, der gefallene Jedi. Tadadadaaaaam! <- Bitte hier dramatische Musik einspielen.

(Mittlerweile gibt es sogar ein richtig geniales Artwork von ihm, yeah. Meine Geschichte spielt allerdings zur Zeit eines jüngeren Xanatos :D)
JediX
Jedenfalls klang mit der Charaktereuphorie, die eben irgendwann nachlässt, wenn man sich nicht mehr täglich mit neuem Lesefutter zumüllt, auch die Schreibmotivation irgendwann ab und mittendrin brach die Geschichte ab.

Vor drei Jahren ungefähr oder auch nur zwei? Na ja, jedenfalls auch wieder vor einer ganzen Weile, habe ich mir meine Notizen und die Geschichte vorgenommen, hab lustig drin rumkorrigiert, war amüsiert und inspiriert, wie ich damals geschrieben habe (sehr flapsig) und habe die Handlung komplett überarbeitet, weil der bisherige Plotentwurf totales Mürrihirnkuddelmuddel war. Dann hab ich zwei Seiten geschrieben und… ähm mangels ausreichendem ins Thema hineinsteigern, dann wieder aufgehört.

Nun, dieser Tage hatte ich Zeit und habe in meinen alten Ordnern herumgelesen und bin wieder auf diese angebrochene Geschichte gestoßen. Merkwürdiger Weise ärgerte es mich nach wie vor enorm, dass ich sie nicht zu Ende gebracht habe. Richtig arg. Denn für andere Charaktere, die ich früher liebte, habe ich wenigstens eine Kurzgeschichte hingebracht um sie zu würdigen, aber Xanatos, den ich noch heute als Figur überaus genial finde, um über ihn zu schreiben, der musste bisher darauf verzichten, dass ich mich an ihm verkünstele.

Der Plot war überarbeitet und eigentlich dauerte die Handlung gar nicht mehr so lang, also dachte ich: Ach, jetzt schreib ich einfach mal drauf los. Ohne reinfinden, einfach Geschichte lesen und dann weiterschreiben. Und ich schrieb und schrieb und schrieb… äh vier Stunden? Und den Tag darauf lief es so ähnlich.
Ich musste zwar rückwirkend bereits einige Änderungen vornehmen, weil ich dann Xanatos doch einem anderen gewissen Protagonisten zu ähnlich habe agieren lassen und mich erstmal entsinnen musste, dass der Herr Ex-Jedi doch ganz anders tickt. Aber ansonsten funktioniert es richtig gut und macht entspannten, lustigen Schreibspaß. Zumal die weibliche Prota-Lady ganz im Stile der 2007er-Mürri so eine große Klappe hat und sarkastisch und frech ist… und das hat auch mal wieder viel Freude gemacht *muahahaha*
Die Befürchtung meinerseits war, dass ich gar nicht mehr so flapsig schreiben kann, aber ich glaube, auch wenn es ein wenig an kindischer Verspieltheit fehlt, habe ich das ganz gut hinbekommen und wieder diebischen Spaß dran gehabt.
Ein letztes Kapitel und der Epilog fehlen noch. Tja und dieser war ja ganz anders geplant, als ich ihn schreiben werde. Was die Botschaft und den Kern der Geschichte total neu ausrichten wird. Und tausend Mal besser ist. Insofern musste die Geschichte vielleicht bis heute warten, damit das Ende nicht verschwendet gewesen ist 🙂

Bin gerade richtig begeistert darüber, dass ich mittlerweile mehr gelernt habe, nicht mehr stimmungs- und gefühlsabhängig zu schreiben, sondern einfach loszuschreiben, vielleicht vorher noch mal nachzulesen und mich dabei wieder in die Geschichte, die Charaktere, die Handlung einzufühlen. Das ist so was von viel effektiver. Hurra. Ich habe mich tatsächlich entwickelt. Und ich bin gespannt, ob Leser später die beiden Stellen identifizieren können, an denen jeweils ein zeitlicher Bruch stattgefunden hat.

Liebste Grüße uns fernen Welten und jaaaa: Vielleicht drücke ich mich darum, meinen zweiten Band der Antihelden Dystopie fertig zu schreiben. Aber immer drücke ich mich mit schreiben davor. Das kann so schlimm nicht sein 😛