Januar 31

Du hast die ganze Route geplant. Das Ziel ist klar. Hin und wieder muss man ne Umleitung nehmen, oder nimmt dann doch die enge Gasse statt der viel befahrenen Hauptstraße… alles schön und gut. Aber was machst du wenn sich plötzlich ein winziges kleines Detail ändert. Gar nicht Tragisch, denkst du dir noch und fährst weiter… äh… schreibst weiter (ja, hier macht der Autovergleich nimmer mit, aber natürlich geht’s metaphorisch ums Schreiben). Und plötzlich stehst du in dieser Straße mit der Wand am Ende und hast keine Ahnung wie du jetzt noch ans Ziel kommen sollst. Du weißt wo es ist, aber kein Weg mehr. Nix. *arghl* Nur wegen dieser dummen Winzigkeit, die leider doch nicht ganz unwichtig ist. Hirn am Ende.

Ich weiß ja nicht, was andere Autoren dann machen, aber ich bin dermaßen froh, dass ich einfach zum kreativen Chef gehen kann und losheulen darf. Gut immer wieder an die eigenen Grenzen zu kommen und zu checken: Tja da bin ich wohl von der Gnade Gottes abhängig. Ohne die wäre die Geschichte spätestens jetzt Tonnenfutter gewesen. Ohne die würde ich vor lauter Selbstzweifeln wohl nie mehr eine Tastatur berühren. Ohne die ginge gar nichts. Schreibtechnisch, kreativ… und was das sonstige Leben angeht sowieso nicht. Also ist es total genial mal wieder öffentlich hinausschreien zu dürfen: Ich bin und kann nichts ohne Gott! Ich bin schwach und unwürdig ohne ihn. Und in meiner Schwäche kann er mich stark machen, mich benutzen, kann seine Gnade anfangen zu wirken. Wer stolz herumhüpft und denkt „Ich bin so toll hey, ich schreib ein so tolles Buch“ (*ganz arg räusper*) der zieht sozusagen den Stöpsel aus der Gnadenwanne und badet in dem Zeug, das Gott würgen lässt. Stolz.

Und Schritt für Schritt, ganz brav mit Kuli auf Papier schreibend, lasse ich mich wieder vorwärts führen. Kein Brainstorming. Spiritstorming 🙂

Genießt das Wochenende!