Januar 14

Entweder es ist normal, dass sich gegen Ende eines Jahres wichtige Fragen über noch wichtigere Entscheidungen im Leben häufen und man gleich für den Anfang des nächsten Jahres alle antworten will, oder… dieses neue Jahr hält für mich und geliebten Anhang viel… viel bereit.
Nur leider habe ich es versäumt unnachgiebig nachzuhaken und stehe jetzt, da das neue Jahr längst nicht mehr ganz so funkelnagelneu ist, immer noch mit einem gigantischen Haufen Fragen da, der mich mindestens zehn Meter überragt. Okay, könnte auch damit zusammenhängen, dass ich mich mäuseklein fühle, im Angesicht der beängstigenden Tragweite, die die Fragen und Entscheidungen habe, aber das macht es kaum weniger beängstigend.
Als ich noch dachte, ich würde ja kaum in den nächsten fünf Jahren überhaupt ein Manuskript fertig schreiben, war’s noch einfacher. Da waren es ich und ein weißes Blatt Bildschirmpapier und eine Tastatur, aus der Staub und Katzenhaare rieselten, wenn ich sie umdrehte. Tja und jetzt sind es Leser und Verlage, Mails und Briefe und viel zu viel Zeit des Wartens um sich nicht das Hirn aus dem Kopf zu… na ja… hirnen.
Falls also jemand einen Geheimtipp bezüglich „Warten und Zukunft auf sich zukommen lassen, währenddessen Gegenwart genießen“ hat, dann immer her damit. Habe nämlich gerade das gleiche blöde Gefühl wie meine Prota, die seit über einem Monat im Dunkeln hockt und einen schlafenden Typ beobachtet, während sie statt Gottes Reden nur das Echo ihrer eigenen Gedanken hört.

In diesem Sinne… immer noch erwartungsvoll aber mal wieder mit eigener Ungeduld konfrontiert: „Hallo, ich brauche dich!