September 27

Ich hoffe in diesem Fall insofern, dass die Handlung viele Katastrophen aufweisen wird. Nachdem ich ja bei der Planung des zweiten Teils meines (immer noch nicht fertig korrigierten) Romans mittlerweile einen kreativen Stubs in die richtige Richtung bekommen habe, ist mir heute Morgen nach dem Aufwachen doch tatsächlich ein Prolog beschert worden. Und zwar (wieder mal) überhaupt nicht der, den ich geplant hatte. Wieder öffnen sich da Abgründe, von denen ich nichts geahnt habe und ich frage mich schon immer wieder: Äh, Gott, ich hoffe du behältst da den Überblick und verhedderst dich mit den vielen Fäden nicht UND vor allen Dingen weißt du auch, wie dieser ganze Schlamassel am Ende hoffentlich gut endet. Äh Gott, hallo?

Aber er verrät natürlich nix. So ist das. Und ich hab ja jetzt den Auftrag zu vertrauen und zu hören und zu schreiben. Und ich schätze der kurze erhellende Moment war nur ein kleines Leckerli, das mir sagen sollte „Ich hab alles im Griff, schau mal, ich weiß schon wie es weitergeht“. Nach diesem kleinen Ausblick und diesem zweiten, etwas deutlicheren Schubser à la „fand doch schon mal an“ hab ich dann jetzt tatsächlich den Prolog zu virtuellem Papier gebracht und will diese Korrektur jetzt endlich fertig kriegen um wieder zu schreiben. Meine Güte, über ein halbes Jahr habe ich nicht mehr geschrieben. Buchstaben löschen und ersetzen, Wörter verändern oder Absätze streichen gilt nicht. Das ist nicht kreativ. Und das fehlt mir so. Also jetzt heißt es: Gas geben und dann wieder los mit kreativer Aktion!