Januar 28

Heute eine Definition aus dem mürrischen Schreibleben.
Wo wie wir ja schon die Tonne kennengelernt haben oder natürlich ganz wichtig das „Schreibgrübeln“ und das „Grübschreibeln“ sind auch die „Flickentage“ bzw. das „flicken“ überaus wichtig beim Verständnis dieses Blogs. Warum das Wort bisher dann noch nicht aufgetaucht ist? Tja, weil ich es eben erfunden habe. Aber es war wirklich nötig, das muss ich schon sagen, denn das Phänomen häuft sich in der letzten Zeit.

Also zur Definition:
„Flicken“ im (Mürri-)schriftstellerischen Bereich bedeutet die Sch…lechten Sachen, die man Seiten und Kapitel zuvor vermurkst hat, hinterher wieder auszubessern. Meist handelt es sich dabei um Details, bei denen erst später klar wird, dass sie nicht funktionieren und daher müssen rückwirkend verschiedenste Textstellen umgeschrieben werden. Zwischen zwei und zwanzig ist da alles drin, je nachdem wie verbohrt man die Ohren zugemacht hat und einfach dachte „passt schon“, statt auf den Kreativberater (auch HG genannt) zu hören. Aber er ist manchmal auch echt ein wenig zimperlich. Ganz Gentleman.
Flickentage sind dann folglich die Tage, in denen man keine müde Zeile vorwärts kommt, weil man am bestehenden Text dran hockt und versucht sich zu erinnern (oder nachzulesen, sehr langwierig *aaarghl*) an welcher Stelle denn dieses putzige Detail noch erwähnt wurde. Und zu echten Flickentagen gehört nach dem Aufspüren natürlich auch das Ausbessern. Jede Menge Schreibkitt druff, dann hält das auch.

In diesem Sinne also, frohes Schaffen… viele Seiten sind nicht alles, muss auch das richtige drauf stehen. Haha… <- trockenes Lachen