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Und ich hab gedacht…

April 14

ich wäre fertig. Ja so mit dem ersten Manuskript, voll durch ey. Drei Korrekturdurchgänge und so… war wohl nix. In den letzten Wochen hab ich zwei Mal dicke fette Szenen vom Kreativchef angekreuzt bekommen. Einmal morgens beim Aufwachgrübelpalaver und einmal Abends bzw. nachts beim Nicht einschlafen können. Daraufhin mussten drei Kapitel umgearbeitet und ganze Seiten gelöscht werden. Aber, Mensch, jetzt ist es logischer, authentischer, fühlt sich im Gesamtkontext viel besser an. Das glaube ich jedenfalls 😀

Achso und Dystope zweiter Teil? Ja der… entwickelt sich gerade sehr zäh. Seite für Seite… Woche für Woche… und dann wieder mal ne Seite! *arghl* Unregelmäßigkeiten machen regelmäßige Arbeitszeiten kaputt. Vor allem wenn man sich keine regelmäßigen Zeiten gesetzt hat. Hm… klingt komisch? Ist auch so. Hey aber 100 DIN A4 Seiten hätt ich schon, das ist die Hälfte vom ersten Teil… hilft nur irgendwie nix, bei Handlungslücken und schwierigen Szenen…
Und dann liegt da auch noch Anfang nächsten Monat ein neues Schreibseminar beim SCM an. Uiui… um es mal mit der abgedroschensten Fußballkommentatorenfloskel zu sagen: Es bleibt spannend liebe Zu…leser 😀

Frohe Ostern und möglichst viel bunte Farben in euren Köpfen!

Flickentage

Januar 28

Heute eine Definition aus dem mürrischen Schreibleben.
Wo wie wir ja schon die Tonne kennengelernt haben oder natürlich ganz wichtig das „Schreibgrübeln“ und das „Grübschreibeln“ sind auch die „Flickentage“ bzw. das „flicken“ überaus wichtig beim Verständnis dieses Blogs. Warum das Wort bisher dann noch nicht aufgetaucht ist? Tja, weil ich es eben erfunden habe. Aber es war wirklich nötig, das muss ich schon sagen, denn das Phänomen häuft sich in der letzten Zeit.

Also zur Definition:
„Flicken“ im (Mürri-)schriftstellerischen Bereich bedeutet die Sch…lechten Sachen, die man Seiten und Kapitel zuvor vermurkst hat, hinterher wieder auszubessern. Meist handelt es sich dabei um Details, bei denen erst später klar wird, dass sie nicht funktionieren und daher müssen rückwirkend verschiedenste Textstellen umgeschrieben werden. Zwischen zwei und zwanzig ist da alles drin, je nachdem wie verbohrt man die Ohren zugemacht hat und einfach dachte „passt schon“, statt auf den Kreativberater (auch HG genannt) zu hören. Aber er ist manchmal auch echt ein wenig zimperlich. Ganz Gentleman.
Flickentage sind dann folglich die Tage, in denen man keine müde Zeile vorwärts kommt, weil man am bestehenden Text dran hockt und versucht sich zu erinnern (oder nachzulesen, sehr langwierig *aaarghl*) an welcher Stelle denn dieses putzige Detail noch erwähnt wurde. Und zu echten Flickentagen gehört nach dem Aufspüren natürlich auch das Ausbessern. Jede Menge Schreibkitt druff, dann hält das auch.

In diesem Sinne also, frohes Schaffen… viele Seiten sind nicht alles, muss auch das richtige drauf stehen. Haha… <- trockenes Lachen

Na schau an…

Oktober 10

Ich darf mit wenig Tamtam und in unüblich sachlichem Tonfall verkünden: Dritte (und überaus nötige) Korrekturrunde beendet. Fix und fertig und noch mal will ich da jetzt gar nicht reinschauen. Zeit, zu neuen Ufern aufzubrechen. (Solche Sprüche sollten Landratten wie ich eigentlich nicht benutzen dürfen). Darüber hinaus trudelt jetzt doch die ein oder andere Meinung der Betaleser ein und wird dankend zur Kenntnis genommen. Alle, die sich noch immer vor den vielen beschrifteten Seiten fürchten und nicht zu lesen begonnen haben, bekommen eventuell gleich die neue Version geschickt.

P.S.: Leute, Angst vor beschriebenen Seiten ist echt harmlos, wenn ihr erstmal vor ner leeren Seite gesessen habt und sollt sie füllen 😀

Ich ziehe dann mal von Dannen, um mich noch ein paar Tage vor dem Beginn des zweiten Teils zu drücken… es sei denn mich übermannt eine himmlisch kreative Eingebung. Die Perfektion hat sich wieder zurückgeschlichen und meldet Ansprüche an meinem neuen Werk an. *grrrr*

Fortsetzungen sind doch immer Katastrophen

September 27

Ich hoffe in diesem Fall insofern, dass die Handlung viele Katastrophen aufweisen wird. Nachdem ich ja bei der Planung des zweiten Teils meines (immer noch nicht fertig korrigierten) Romans mittlerweile einen kreativen Stubs in die richtige Richtung bekommen habe, ist mir heute Morgen nach dem Aufwachen doch tatsächlich ein Prolog beschert worden. Und zwar (wieder mal) überhaupt nicht der, den ich geplant hatte. Wieder öffnen sich da Abgründe, von denen ich nichts geahnt habe und ich frage mich schon immer wieder: Äh, Gott, ich hoffe du behältst da den Überblick und verhedderst dich mit den vielen Fäden nicht UND vor allen Dingen weißt du auch, wie dieser ganze Schlamassel am Ende hoffentlich gut endet. Äh Gott, hallo?

Aber er verrät natürlich nix. So ist das. Und ich hab ja jetzt den Auftrag zu vertrauen und zu hören und zu schreiben. Und ich schätze der kurze erhellende Moment war nur ein kleines Leckerli, das mir sagen sollte „Ich hab alles im Griff, schau mal, ich weiß schon wie es weitergeht“. Nach diesem kleinen Ausblick und diesem zweiten, etwas deutlicheren Schubser à la „fand doch schon mal an“ hab ich dann jetzt tatsächlich den Prolog zu virtuellem Papier gebracht und will diese Korrektur jetzt endlich fertig kriegen um wieder zu schreiben. Meine Güte, über ein halbes Jahr habe ich nicht mehr geschrieben. Buchstaben löschen und ersetzen, Wörter verändern oder Absätze streichen gilt nicht. Das ist nicht kreativ. Und das fehlt mir so. Also jetzt heißt es: Gas geben und dann wieder los mit kreativer Aktion!

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