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Bösewichte und solche die weniger wichtich sind

Mai 30

Längst längst fertig gestellt, im letzten Post ja erwähnt und jetzt schnell durchkorrigiert und veröffentlicht… mittlerweile hat meine literarische Huldigung gewisser antagonistischer Charaktere ja fast schon so was wie Tradition: Seto Kaiba und Xanatos lassen grüßen. Und während der Hochphase meiner Avengersbegeisterung entstand diese Geschichte zum Chaosgott Loki. Na ja, ob es eine Huldigung ist… weiß ich nicht. Für hingebungsvolle Schmelzbegeisterung bin ich vielleicht zu… ähm… wehe jemand sagt jetzt „alt“. Seid kreativ und überlegt euch ein anderes Wort. Mehr so ne Art prosaisches Psychogramm seiner Persönlichkeit. Und zugleich mit freundlichen Grüßen an alle HSP (Hochsensiblen Personen) 🙂

Wie immer auf FanFiktion.de: Taubenpfad und Lügenschleier

Der Tiger mit dem schwarzen Schwanz

Oktober 26

Es war einmal ein Tiger mit einem schwarzen Schwanz.
Niemand wusste wieso.
Die anderen Tiger machten sich darüber lustig, waren verwirrt und gingen ihm aus dem Weg. Sie erzählten sich, dieser Tiger sei der letzte gewesen, den Gott geschaffen hatte und als er ihm die sonnenschimmernde Farbe seines Fell gab, sei ihm die lebendige Farbe ausgegangen. Sie hatte nicht mehr für den Schwanz gereicht und so musste er nun für immer die Schwärze der langen Finsternis tragen, die vor dem Leben, vor der Welt gewesen war.
Es war eine gute Legende. Sie erklärte alles.
Doch der Tiger mit dem schwarzen Schwanz dachte nach. Er hatte schon immer darüber nachgedacht, sich gefragt, warum, woher, wieso? Die Antworten der anderen schienen ihm fadenscheinig, lückenhaft, unlogisch. Wieso sollte Gott eine begrenzte Lebensfarbe haben? Wieso sollte er der letzte geschaffene Tiger sein, wo es doch viel jüngere gab als ihn?
Er fand keine Ruhe. Keine Erklärung, nicht die Legende genügte ihm. Sie sagte, er solle es einfach hinnehmen, akzeptieren und dabei waren es doch die anderen, die das unmöglich machten. Die seinen Schwanz anstarrten, tuschelten. Sie taten es nicht absichtlich, sie wollten ihn nicht ausgrenzen, doch da war einfach immer dieser Unterschied. Selbst wenn sie nicht mehr hinsahen, sie verhielten sich trotzdem anders.
Dabei gab es bis auf die Farbe keinen Unterschied. Der Tiger mit dem schwarzen Schwanz prüfte es nach. Versuchte herauszufinden, ob mehr mit seinem Schwanz los war. Doch bis auf die Farbe, schien nichts anders zu sein, weder schlechter, noch besser.
Der Tiger fand keine Ruhe. Er suchte nach Antworten, nach einem Grund, nach der Wahrheit. Und fand sie nirgendwo bei den Tigern und nicht bei den anderen Tieren.
Irgendwann wandte er sich an den Schöpfer selbst und fragte: „Du hast mir diesen Schwanz gegeben. Wieso?“
Und der Schöpfer sah ihn an und antwortete:
„Was tust du?“
Der Tiger überlegte. „Ich denke darüber nach, wieso ich anders bin. Und darüber, welche Jagdgründe wir lange nicht besucht haben, denn dort wird sich die Beute vemehrt haben. Und darüber, dass wir unseren Winterbau dieses Jahr noch wärmer auspolstern müssen. Und darüber, dass die kluge Tigerin mit den leuchtenden Augen sich so seltsam verhält, weil sie schwanger ist und…“
Er unterbrach sich, denn es gab noch viel mehr was er beobachtete und bedachte, aber das konnte den Schöpfer doch nicht interessieren. „Solche Sachen“, fügte er hinzu.
Der Schöpfer nickte und blinzelte sanft.
„Und was tun die anderen?“
„Sie gehen jagen und balgen sich und kämpfen. Sie schlafen und ruhen, sie leben einfach.“
Wieder nickte der Schöpfer. „Hättest du keinen schwarzen Schwanz, meinst du, du hättest jemals begonnen nachzudenken? Zu fragen und zu suchen? Zu prüfen und hinterfragen? Zu durchdenken und dich nicht abhalten zu lassen von der Suche nach der Wahrheit? Hättest du keinen schwarzen Schwanz, würdest du dann heute mit mir sprechen?“
Der Tiger schüttelte den Kopf. „Nein.“ Er wäre so wie alle anderen. Er würde zu ihnen passen und nicht mehr anecken, auffallen, ausscheren ohne es zu wollen. Er würde nicht sehen und nicht fragen und nicht so viel denken.
„Deshalb hast du deinen schwarzen Schwanz. Er gehört zu dir. Er ist was du bist und was du sein sollst.“

Gehört

Juli 10

Die Geschichte beginnt laut.
Und endet leise.
Laut, denn da sind gebrochene Flügel, die im Fallen schlagen, obwohl jede Bewegung schmerzt. Den Sturz aufhalten wollen, obwohl sie es nicht mehr können. Und das Schlagen und Rauschen wird übertönt vom Schrei des Stürzenden.
Aber da ist ein zweiter Schrei, der sich mit dem ersten mischt. Der Schrei eines Mädchens am Boden, die schreit, weil sie den Aufschlag am Ende fühlt und nichts dagegen tun kann. Weiß und hilflos ist.
Doch dann endet ihr Schreien und sie singt. Sing ein Lied von Glaube und Liebe und Hoffnung. Singt, um diese Sekunden aus Angst und Leid mit Schönheit zu füllen. Für sich und für ihn.
Doch der Stürzende hört sie nicht.
Sie singt von dem was sein sollte, was unmöglich ist.
Und während sie singt heilen die Flügel.
Und das Unmögliche wird real.
Die Flügel fangen den Sturz auf und er landet.
Doch sie sieht ihn nicht. Denn sie ist blind. Sah nichts, fühlte nur den Schmerz und die Not, als wäre es die eigene.
Er steht vor ihr und sagt: „So ist es.“
Doch sie glaubt ihm nicht.
Denn sie sieht nicht.
Der Schmerz ist verschwunden, doch sie sieht nicht was sie gesungen hat. Was wahr geworden ist.
Am Ende ist Stille.
Denn die Stimme, die zu ihr spricht, braucht keinen Schall.
Sie legt die Worte sacht in ihr Herz.
Höre und vertraue mir.

Eine klassische Downshow

Juni 19

Also ich geb’s ja ungern zu, aber Fakt ist, dass das mit dem jeden Tag schreiben ist auf Dauer echt ein Kampf. Genauso wie ich um jeden Tag Zeit mit Gott kämpfen muss. Gegen meine Faulheit, meine Bequemlichkeit und einen vollen Terminkalender. Und nicht immer gehe ich in beiden Fällen als Sieger hervor. Aber wer nicht kämpft, hat schon verloren, rischdisch? Würd‘ ich sagen 🙂
Aber davon mal abgesehen war ich für meine Verhältnisse (haha) ganz fleißig und plötzlich…. *mit dem Zauberstab wink* war der Showdown von der Büchereigeschichte rum. Rumdidum und ich trau mich gar nicht den Abschnitt noch mal zu lesen, weil er mir sicher voll mies vorkommen wird. Zu schnell, zu gefühllos, zu mickrig. Oh man, diese Ansprüche an das knallwuchtigpompöse Ende immer. Deshalb werde ich meine drei Freunde… oh pardon, es sind ja gerade nur noch zwei Freunde plus ein seltsamer Typ, der immer noch potenzielle Gefahr darstellt minus ein Freund, der nicht einfach tot sein kann… Jedenfalls die drei Übriggebliebenen werde ich jetzt erstmal mit imaginärer Tinte und sehr realem Tastenrattern nach Hause schicken und dann… Na ja dann wartet sowieso noch das Einfügen zweier Kapitel rückwirkend auf mich und ob ich mich dann gleich an eine komplette Überarbeitung mache ist mehr als fraglich. Schließlich muss eine gewisse Dystopie auch noch von ihrem maßlosen Adjektivüberfluss befreit werden *hust* Vielen Dank *hust* an die dezenten Hinweise der Verwandten *hust* und das vernichtende Adjektiv-Wegradikalisierungsurteil von Herrn Stibbe… Bin froh, dass das nicht an mich persönlich ging, sondern hübsch allgemein war. Ich liebe sie trotzdem, diese knuffigen, vielfältig einsetzbaren, zauberhaften… äh Adjektive. 😉
Lange Rede, viele Rätsel und Unklarheiten? Tja wie üblich also. Ich ende mit dem gleichen Ergebnis wie letztes Mal: Putzen ist Realität. 😉 Und, damit das nicht zu eintönig ist, übermittle ich viele Fellgrüße von einem gewissen roten Kater mit gewaltig schlechter Laune. Derzeit!
An die Staubsauger und Besen und Wischmopps!

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