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Träume mit viel Schaum

April 19

Ist Schäume eigentlich die Mehrzahl von Schaum? Was soll der Schmarrn von wegen „Träume sind Schäume“? Ich weiß ja nicht ob das in meinem Fall himmlische Inspiration ist und hoffe es ganz schwer, aber so oft schon hat mich ein Traum kurz vorm Aufwachen in ein Szenario geworfen, das beim Aufwachen zwar gewisse Unlogiken aufwies, aber als Grundgerüst zu einer Geschichte mehr als taugte. So wie heute auch. Vermutlich, weil mein nerviges, immeraktives Hirn im Traum endlich mal die Klappe halten muss.
Folglich sind Träume keine Schäume, sondern Ideenfunken für Geschichten, Welten, Bücher! Ha und wenn ich jetzt die Sachen, die noch in meinem Kopf sind runtergeschrieben krieg, bevor sie im Alltag flöten gehen, bin ich überaus begeistert 😀
Frohe Ostern und immer dran denken:
Er ist auferstanden! Falls ihr noch auf einen besseren Grund zum Feiern wartet… äh… kann ich euch auch nicht helfen. *davonhüpf*

Erst denken, dann schreiben

Februar 19

Gestern Nachmittag: Keine Lust zum Schreiben, aber das Faulenzergen wird bekämpft. Der steinzeitlich schwere Laptop hochgefahren, angefangen zu tippen. Ich schaue, wo ich stehen geblieben bin. Erstes Stirnrunzeln. Irgendwie komische Szene, passt gar nicht zu mir. Na ja, aber den Lesern wird’s gefallen. Also weiter…
Schreib, schreib, schreib… eine gute Stunde kritzel ich per Tipperei vor mich hin und dann kommt der Punkt, an dem das Zupfen und Haken, das innere Kopfschütteln so deutlich wird, dass ich es nicht mehr ignorieren kann. NEIN! Das geht so doch nicht. Das ist total hirnrissig und kitschig! Kitsch! Waaaaaaah. Mein ärgster Feind. Löschen, löschen, löschen. Wisst ihr eigentlich wie frustrierend es ist, in zwei Sekunden etwas zu vernichten, dass man in einer Stunde mühsam erschaffen hat. Man braucht nicht mal körperliche Kraft, nur diesen leichten Druck des Fingers auf eine Taste. Waaaaah.
Also noch mal neu… oh da fehlt noch was… noch ein bisschen mehr löschen. Gut. Oh, muss noch was vorher einfügen. Wieder nur Reparatur. Also bin ich in einer Stunde eigentlich keine Zeile vorwärts gekommen, es waren sogar vier, fünf Minuszeilen. *groaaaaar*
Aber dann in der nächsten Stunde. Mit offenen Herzensaugen und Geistesohren, da war dann das da, was vorher gefehlt hat, was sich so furchtbar falsch angefühlt hat. Leer. Quatschig: Der Fluss. Ein Schreibfluss, der nur entsteht, wenn ich auf dem richtigen Weg bin. Nicht perfekt, aber richtig. Olé. Dass einem dann immer diese Termine dazwischen rutschen, die man wahrnehmen will/muss und diesen magisch genialen Fluss unterbrechen. Aber natürlich wird es beim nächsten Mal wieder heißen „Die Rückkehr des Flusses“. Hoffe ich :

P.S.: Die Erkenntnis des Tages war Übrigens: Ich habe ein Problem, ich bin literarisch eine unvereinbare Koexistenz von Kitschhasser und Dramaqueen. Wie soll man da eigentlich was schreiben, ohne das ein Teil immer rummeckert? 😀

Es kritzelt wieder

Januar 21

Hoffnungsvoll darf ich verkünden, dass das Frage- und Urlaubsschreibtief wohl jetzt vorbei ist. Hoffentlich. Na ja, eigentlich kann ich nur vermelden, dass ich nach einer erkämpften Schreibsitzung gestern endlich wieder drei Seiten verzapft habe. Bleibt die Frage, was passiert, wenn ich in ca. 7-8 Seiten an der Stelle angekommen bin, an der mir die Handlung entschwindet und in den freundlich bedeckten Händen des Herrn G. oder HG. liegt.

Aber immerhin stellte sich, nachdem ich fast die kompletten 70 Seiten gestern noch mal nachgelesen hatte, ein zufriedenes Gefühl ein von „hab schon schlechteres gelesen“ oder auch „Wow, das hab ich geschrieben?“ und ganz vorne dabei: „Das wusste ich ja gar nicht mehr.“

Mfg vom Schlachtfeld der Wortweberei

Lieber früh als spät

November 7

Da hat man kaum 6 Kapitel geschrieben und macht mal ne Pause, da taucht plötzlich die Erkenntnis im Hirn auf, dass ein ganz großer Teil des Geschriebenen ziemlich großer Humbug ist und nicht an diese Stelle gehört. Hat sich beim Schreiben schon so unpassend angefühlt und sich nur widerwillig in die Geschichte eingefügt. Dank Stille und Ruhe in Herz und Hirn durfte ich die Warnung noch hören, bevor es fünf Kapitel weiter, vermutlich noch viel schlimmer geworden wäre.

So hab ich meine heutige Schreibzeit also mit strg+c und strg+v verbracht. Mit der Eingabe- und Löschtaste. Textabschnitte löschen, kopieren, ergänzen, verschieben, umdrehen. Und hurra… jetzt passt es wieder. Insgesamt hab ich zwei Seiten Text verloren, aber sehr viel mehr Sicherheit in das was da steht gewonnen.

Danach war nur keine Luft mehr für den kreativen „wie geht’s jetzt eigentlich weiter“-Prozess und Dramastimmung, die den jetzt anbrechenden Ereignissen gerecht würde, wollte auch nicht mehr aufkommen. Was macht man stattdessen? Ja klaro… man putzt *arghl* Immerhin leistet mir Captain Picard beim Kloschrubben Gesellschaft 😀

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