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Nachsinnen

Mai 16

Am vergangenen Wochenende durfte ich wieder einmal in den Genuss eines Schreibseminars von Mark Stibbe kommen und ich kann nur sagen, es war genau richtig für mich.
Richtige Zeit.
Richtiger Ort. (sonst hätte ich gar nicht hingehen könnten)
Richtiges Thema.
Manch einem, der zum ersten Mal auf einem von Marks Seminaren war, wird der handwerkliche Teil vielleicht etwas zu kurz gekommen sein, (obwohl der kurze Teil auch reingeknallt hat :D) aber für mich wäre eine dritte Wiederholung dessen auffrischend, aber nicht durchbrechend gewesen. Doch „aus einem geheilten Herzen schreiben“ war essenziell und unaussprechlich wichtig für mich.
Viel gelernt für Kopf, Herz und Geist. Alles dort jeweils verschlossen und versiegelt.
Und dazu noch neue Menschen kennengelernt die soooo unterschiedlich sind, was ich wahnsinnig spannend finde. Denn genauso unterschiedlich ist, was wir schreiben. Schreiben werden.
Es geht weiter. Langsam oder schnell? Sicher oder riskant? Stetig oder plötzlich?
Wer weiß, aber es ist Bewegung da.
Für mich und hoffentlich alle anderen auch.
Ach und „Aslan is (auch) on the move“ 😉

Der Herzblutverlag

März 14

Heute eine kleine Geschichte über Bücher und übers Beschenktsein und über Überraschungen und… Ich fang mal an:

Normalerweise leihe ich ja Bücher aus. In meiner Bücherei. In der Bücherei gleich um die Ecke. In der Bücherei in der Stadt. In der Onleihe. Leih, leih, leih! Zu kleine Wohnung, zu großer SUB. Aber es gibt tatsächlich Bücher, die ich gerne lesen möchte, die keine Bücherei besitzt. Die muss ich dann halt kaufen. Mach ich ja noch viel lieber als leihen. So, da ich nun ein gehäuftes Interesse an einigen Büchern hatte, auf die das zutraf und die alle von einem bestimmten Verlag sind, habe ich dort einfach direkt bestellt. Kein riesiger Publikumsverlag, so ein kleiner. Feiner. Nicht ganz Institution, mehr so Menschen, die was mit Herzblut tun.
Dann bekam ich ein Paket. Mit den zwei bestellten Büchern drin. Und Lesezeichen mit den Covern. Und glänzenden Coverpostkarten. Ein Buch war von der Autorin signiert. Und zu einem gab es eine separate farbige Landkarte der Welt. Wo ist der Smiley, dem der Mund offen steht. Ich hab nicht mal Porto bezahlt!
Okay. Okay… wer Bücher bestellt und auch wer sie im Laden kauft, weiß, dass sie allein schon ihren Preis wert sind, aber dass man selten was kostenlos dazu bekommt. Wer in dieser Welt irgendwas kauft, weiß, dass man selten was kostenlos bekommt.

Ende Februar: Es haben sich für dieses Frühjahr wieder einige Wunschtitel des ominösen Verlages eingefunden. Na ja, denke ich mir, bestelle ich schon mal vor. Ach und weil mir der Titel da im Katalog auch noch gefällt, bestelle ich ihn gleich mit. Der ist schon lieferbar. Wird aber wohl erst mit dem Erscheinen der anderen geliefert werden. Egal, hab ja ein Kind, keinerlei Langeweile und das ist alles nicht mehr so dringend wie früher. Freu mich im April, hab bis dahin eh noch so viele Titel in der Onleihe vorbestellt.
Damit rutschte die Bestellung in meinem Hirn auf ein Regal ziemlich weit hinten und das Leben ging weiter.
Gestern eine Mail: Ein Kommentar zu meiner Bestellung. Entschuldigung, dass ich so lange warten musste.
Hä? Wie warten?
Lieferbarer Titel schon versendet. Und als Entschädigung mit kleiner Überraschung.
Entschädigung? Wie jetzt? Für was genau? Ich nix verstehen. Damit hab ich absolut nicht gerechnet. Ich muss doch schon keine Lieferkosten zahlen, dann müssen es doch keine zwei Lieferungen sein. Kostet doch extra! (Ich wohne schon ne Weile im Schwabenland, merkt man, gell?!) Tja in völliger Verblüffung und mit wachsender Neugier blieb ich zurück und stellte traurig fest, dass es keine Antwortfunktion in der Bestellung gab, um zu erklären: DAS WÄRE DOCH NICHT NÖTIG GEWESEN! (ich schreie nicht, die Buchstaben versinnbildlichen mehr meine aufgerissenen Augen und den aufgeklappten Mund)

Nachdem ich ja letztes Mal, bei einer normalen Bestellung schon so wundervoll beschenkt wurde, war ich echt gespannt, was jetzt eine Entschädigung sein mochte.

Heute war das Päckchen da.
Aufgerissen.
Buch eingeschlagen in hübsches Geschenkpapier!
Keks dabei! Tee dazu!
Und es flattert eine wunderhübsche Karte heraus, illustriert von einer Künstlerin des Verlags.
Eine Karte mit persönlichem Gruß, handschriftlich. (Jaaaa, solche Dinge fallen mir auf!)
Eine Karte, die ich mir im Set schon letztes Mal fast gekauft hätte um sie dekorativ irgendwo an die Wand zu pappen, weil sie sooo schön sind.
Ja, ja, die nie zufriedenen Kritiker werden auf diese Kleinigkeiten pfeifen, aber dieses Päckchen hat Liebe geatmet. Hingabe. Herzlichkeit.
Und ich hab mich wie Bolle gefreut.

Aber jetzt kommt der Clou für die „zwei Euro Karte is ja echt ne dolle Überraschung“-Zyniker
Abends komme ich dazu, das eingepackte Buch auszupacken. Ritsch, Rupf, weg mit dem Papier.
Ähm… hä? Da stimmt was nicht.
Mir fallen zwei Bücher in den Schoß. Eins, das ich bestellt habe. Und eins… dazu. Einfach so.

Einfach…
un
glaub
lich.

Liebe Astrid, du bist der Knaller. Vielen Dank für dein Herzblut, das nicht nur in die Bücher fließt, sondern in jedes Paket, jede Bestellung, jeden Menschen der hintendran ist. Hintendran an egal was. Buch schreiben, Buch lesen, Buch illustrieren, Buch korrigieren.
Ich habe mich heute so überfließend reich beschenkt gefühlt.
Du machst die Welt ein bisschen heller.

Und an alle, die noch immer mit sauertöpfischer Miene hier hocken und gar nicht wissen, warum sie diesen Schmand gelesen haben: Versucht heute mal irgendwas einfach so zu schenken. Gerade vielleicht, wann oder wo es keiner erwartet. Dann wird’s noch heller!

Kingdom Writing Solutions

Juni 17

Hab ich ja schon mal erwähnt. Will ich kurz vorstellen 🙂
KWS ist eine Initiative von britischen (und amerikanischen?) Menschen, die Jesus lieben und das Schreiben. Und jenen, denen es ebenso geht, professionelle Hilfe anbieten bei der Entwicklung ihrer schriftstellerischen Ideen und Projekte. Mit Lektorat, Seelsorge, Covergestaltung, und und und…
Super Sache wie ich finde, leider derzeit nur im englischsprachigen Literaturbereich verfügbar… who knows… Quatsch! Wer weiß?!

http://kingdomwritingsolutions.org/

Sommerschlaf

November 12

Die letzten Monate waren nicht bloggeristischer Emsigkeit meinerseits gekennzeichnet. Dafür habe ich statt langen Reden hab und zu einen kreativen Schnipsel geteilt. Aber genauso wie hier im Blog, waren das kleine Lichtblitze in einem langen, ziemlich leeren Winter… äh… pardon: Sommerschlaf. Was die Schreibaktivität betrifft.
Und da ich daraus nun langsam wieder heraufdämmere, sehe ich mich heute dazu in der Lage über meinen schreiberischen Status kurz einen Bericht abzuliefern…
Öhm… ich habe nicht viel geschrieben. Außer einer ominösen FanFiktion über Loki, aufgrund meiner ausbleibenden Hysterie beim wiederholten anschauen der Avengers-Filme. Und wer das jetzt für chinesisch hält, dem empfehle ich öfter mal ins Kino zu gehen und sich über den aktuellen Trend (literarisch wie cineastisch) der „Superhelden“ zu informieren. Eine Fanfiktion über einen charmant-düsteren-Bösewicht also, der in mein klassisches Fan-Beuteschema passen würde… es aber nicht tut. Das musste literarisch aufgearbeitet werden.
Das und die kurzen Fabel-Geschichten der letzten Posts waren dann wohl auch das einzige, was ich produziert habe. Abgesehen von ein paar Mails, aber ich glaub, die zählen nicht. Mist.
Dafür war ich letztes Wochenende auf einem Schreibseminar mit Mark Stibbe von „Kingdom Writing Solutions“, einer britischen Initiative, die Autoren bei allem hilft, von der Manuskriptüberarbeitung bis hin zum Cover.
Neben neuen Herausforderungen, Denkanstößen und ganz viel praktischem Handarbeitszeug, hab ich auch neue Bekanntschaften mit einem extrem bunten Strauß an Schreiberlingen gemacht… es gibt echt wahnsinnig viele Gründe zum Schreiben und noch iel mehr Arten es zu tun. Verrückt.
Und nun sitze ich hier und frage mich: Und jetzt?
Und die Frage bleibt, auch wenn meine Finger sofort eine Antwort tippen möchten. Aber wenn sie kurz warten würden, hätten Herz und Hirn die Chance zu sagen: Ihr habt auch keine Antwort.
Tja und das ist es gerade.
Keine Antworten.
Nur Fragen und ein Blick nach vorn.

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