Dezember 11

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LucaPuck

Als die 11-jährige Luca entdeckt, dass sie mit ihrem Kater Scottie sprechen kann, ist sie auch schon mittendrin im Abenteuer. Denn Scottie ist ein weiser Kater, und auf dem großen Friedhof in Paris steht die erneute Herrschaft der Ratten und ihres Herrn bevor – und nur die weisen Katzen können dies verhindern. Gemeinsam machen sich Luca, ihr Freund Aristid und Scottie auf, das Unglück abzuwenden.

 

„Luca Puck und der Herr der Ratten“ ist äußerlich relativ unspektakulär gestaltet , beinahe ein wenig düster und dass ausgerechnet eine Metzgerei den Großteil des Covers einnimmt ist geradezu mysteriös. Doch hinter diesen zwei Buchdeckeln eröffnet sich ein fabelhafter Schatz für Kinder, aber auch für schatzsuchende Erwachsene. Michael Kleeberg bannt mit dichter Erzählstimme Freundschaft, Grusel und geladene Spannung auf die Buchseiten und erzählt unglaublich fesselnd von einem Mädchen, das die eigenen Ängste vergisst um ihren Freunden zu helfen, von einem dicken Jungen, der Fahrradtaxifahrer werden will und einer alten Feindschaft zwischen Katzen und Ratten, die sich zu einem blutigen Krieg entwickelt.
Dass die wahren Feinde in den Reihen der Menschen zu suchen sind, entdeckt der Leser bereits früh, aber die sind auch schaurig genug um jeden Leser frösteln zu lassen.
Wilde Verfolgungsjagden, ein gruseliger Friedhof bei Nacht, geheimnisvolle Katzenversammlungen, Kämpfe, Einigkeit und Zusammenhalt und einen bunten Haufen verrückt liebenswerter Charaktere. All dies und mehr bietet „Luca Puck und der Herr der Ratten“. Man muss hassen und bangen, weinen und lachen. Und zum Schluss bleibt das seltene warme Gefühl etwas (Be)Merkenswertes gelesen zu haben.